Ein für nur einen speziellen Zweck optimal umgebautes Schmidt-Cassegrain - die hochauflösende Beobachtung der Sonne im Licht der H-alpha Linie.


das umgerüstete C8 mit optionalem H-alpha Filter und Binoansatz

Um richtig viel Auflösung und bei grossen Vergrösserungen genug Helligkeit zu erreichen braucht es auch in der H-α Beobachtung eine entsprechende Öffnung. Meist scheitert dies entweder am Preis für einen ensprechend grossen Refraktor oder am ERF. Ein Schmidt-Cassegrain ist mit seiner sowieso vorhanden Schmidtplatte eigenltich geradezu dafür dazu geschaffen entsprechend umgerüstet zu werden, dass diese gleichzeitig wie ein ERF wirkt und so die Bedingungen erfüllt in Bezug auf die UV-Empfindlichen Etalon's und gleichzeitig einen grossen Teil der Wärmeentwicklung dämpft. Die Platte ist zu diesem Zweck entsprechend vergütet und wirkt wie ein Filter.

Zu diesem Zweck sind am Teleskoptubus folgende Umrüstungen vorgenommen worden:

- speziell vergütete Schmidtplatte als ERF
- Brennweitenverlängerndes Telezentrisches System für das Etalon

Umgebaut werden zuvor im Labor getestete Celestron C8 Tuben oder auf Wunsch auch das Celestron C 9¼. Nach dem Umbau wird das System auf der optischen Bank von Airylab wieder sorgfälltig justiert. Dies ist dann schnell besser justiert als im original ausgelieferten Zustand.

Wie bei einem normalen Teleskop muss ein H-alpha Filtersystem verwendet werden. Durch den speziellen Aufbau können aber die meisten Filter (zB. von Lunt, PST und Daystar) eingesetzt werden.

 
   
 
   
 

Die speziell vergütete Schmidtplatte als ERF


die speziell vergütete Schmidtplatte des C8 Tubus

Die so vergütete Schmidtplatte wirkt wie ein vollwertiges ERF und lässt zu einem grossen Teil nur Licht um die H-alpha Linie passieren und schützt so das Teleskop und den empfindlichen Filter vor zu viel Licht. Immerhin stehen hier 200 mm Öffnung zu verfügung oder auf Wunsch sogar 235 mm.


die speziell vergütete Schmidtplatte des C8 Tubus

So ist es möglich, ohne zusätzliches, teueres optisches Element ein H-alpha Teleskop mit grosser Öffnung zu realisieren. Der notwendige zusätzliche Passbandfilter ist aber in der Grundausstattung nicht dabei. Dieser muss zwingend verwendet werden!

Es können verschiedenste Filter verwendet werden, sowohl von Daystar, Coronado oder Lunt. Ebenfalls geeignet ist das Filtersystem vom PST. Beim Einsatz der Etalons von Coronado und Lunt ist zwingend der dazugehörige Blockfilter (im Zenitspiegelsystem untergebracht) ebenfalls zu verwenden.

 
   
 
   
 

Brennweitenverlängerndes telezentrisches Korrektursystem

Die Optik des Schmidt-Cassegrain's allein ist noch nicht optimal fü,r den Einsatz als H-alpha Teleskop geeignet. Die Optik benötigt ein System, in der die Strahlen bei ebenem Bildfeld auf eine lange Brennweite verlängert werden. Dies ist notwendig, damit der im Strahlengang eingesetzte engbandige Filter auch korrekt arbeiten kann. Dazu besitzt das Teleskop einen telezentrischen Ansatz.

Nach dem optischen Ansatz bleiben gut 150 mm Backfokus - gerade genug um auch einen Binoansatz verwenden zu können. Das korrigierte Bildfeld hat 30mm Durchmesser.


Schnittbild der gesamten Optik

Optimal können die Etalons vom PST und von Lunt verwendet werden. Auch die Filter von Daystar sind sehr gut verwendbar. Interessant ist sicher auch die Möglichkeit, mit zwei Filtern vom PST ein DoubleStacking zu machen. Allerdings ist der originale Blockfilter vom PST mit 5 mm schon etwas klein - ein grösseres Blockfilter wäre besser.

Das PST bietet aber ein gutes Etalon mit 25 mm Öffnung zu einem günstigen Preis. Man kann dieses auch mit einem zweiten PST Etalon stacken und so einen engeren Durchlassbereich realisieren. Eine gute Option ist auch der Einsatz eines (vorhanden) unobstruierten 35 mm oder 50 mm Etalons von Lunt.

 
   
 
   
 
Weil Bilder mehr sagen als tausend Worte:


Aufnahme mit einem C8 Sonnenteleskop im Januar 2014 mit einem Daystar Ion Filter 0,5 A (Aufnahme von Airylab)


Aufnahme mit einem C8 Sonnenteleskop im Januar 2014 mit einem PST Filter (Aufnahme von Airylab)

   
 
   
 
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Letzte Änderung: 14. März 2014, Webmaster